Feierabend-Allstars: Walk the Moon

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Wtm2

Die Rocker mit der Gesichtsbemalung weihen uns in ihre nächtlichen Rituale ein.

Wie wir anderen Nachtschwärmer kommen die straßenerprobten Pop-Rocker von Walk the Moon gut mit dem Trubel klar. Die Jungs haben im letzten Jahr die USA und Kanada so oft durchkreuzt, dass der Kilometerzähler in ihrem Bus wie ein High Score in Angry Birds aussieht. Sie wurden zu Meistern des Lebens auf Tour und wissen, wie man eine wilde Nacht übersteht.

Wir haben die Band – Nicholas Petricca (Gesang, Keyboard), Kevin Ray (Bass, Gesang), Sean Waugaman (Schlagzeug, Gesang) und Eli Maiman (Gitarre, Gesang) – in Boston bei ihrem ersten Auftritt ihrer jüngsten Tour getroffen und wollten uns ein paar Tipps geben lassen. Ein paar Perlen ihrer Weisheit: die Gefahren kanadischer Spukhotels, wie man ohne Queue Wettkampf-Billiard spielt, die wiederherstellende Wirkung von Multivitamintabletten gefolgt von Bier und ein paar Song-Kandidaten für die ultimative Feierabend-Playliste. Los gehts ....

In eurer gesamten bisherigen Tour-Erfahrung, wie sah die wildeste Nacht aus, an die ihr euch erinnern könnt ... oder an die ihr euch nur noch bruchstückhaft erinnert? Fällt euch da etwas Besonderes ein?

Eli: Am Ende eines Abends in Montreal hat man mir angeblich eine Schachtel 20 Tim Hortons Timbits-Pralinen abgeschwatzt; damit kann man eine fünfköpfige Familie versorgen. Das kam gut.

Nicholas: Die erste Fahrt ins französisch-sprachige Kanada war ziemlich irre. Wir hatten gerade eine Show in Ottawa hinter uns und sind direkt nach Montreal gefahren. Sobald wir über die Grenze kamen, sind wir in einen Schneesturm geraten. Um zwei Uhr morgens sind wir bei einem Hotel angekommen, wo wir die einzigen Gäste waren. Wir sind immer einer nach dem anderen nach oben gegangen. Da sah es aus wie in einem Horrorfilm, mit lauter Engelsköpfen an jedem Möbelstück, die uns anstarrten, und dem Portrait eines Mädchens, das aussah wie direkt aus The Ring. Wir hatten gerade diese lebensgefährliche Fahrt hinter uns, und das war irgendwie der krönende Abschluss der Nacht.

Kevin: Unsere Party-Nächte enden meist als Höllenfahrten.

Wie entspannt ihr euch? Spielt ihr Kicker, Darts oder so Ähnliches? Gibt es Ringer oder All-Stars in der Band?

Nicholas: Wenn wir die Gelegenheit haben, stürzen wir uns ziemlich ernsthaft in Ultimate Pool. Man lernt es beim Spielen. Man lässt die Queues und alle Kugeln bis auf die weiße und die Nummer acht weg. Es ist eher wie ein Sport mit viel Laufen und Leuten, die einen anrempeln, und man bleibt immer in Bewegung. Es ist wie im Basketball, wo man die nächste Person ausschalten muss. (Anmerkung des Redakteurs: Wir haben uns einen Clip angesehen und wissen immer noch nicht, worum es geht.)

Geht es beim Ultimate darum, die Acht reinzubringen?

Nicholas: Es geht es darum, die Acht reinzubringen und den Nebenmann fertig zu machen. Das macht echt Spaß.

Kevin: Es kann sehr intensiv werden.

Und wer ist der beste Ultimate-Pool-Spieler?

Kevin: Er hat die meiste Erfahrung (zeigt auf Nicholas).

Nicholas: Es ist vielleicht ein altes Spiel vom Ohio College, denn wir waren an verschiedenen Orten in Ohio und die Leute meinten: „Ja klar, Goo-Ball!" oder „Dork-Ball!"

OK, wenn ihr eine andere Band zum Goo-Ball oder Dork-Ball herausfordern könntet, wen würdet ihr wählen?

Nicholas: (Pause) Foster the People.

Warum?

Eli: Tja, die Jungs stammen aus Ohio. Die würden uns vermutlich fertig machen.

Wenn ihr eine Playliste für eure ultimative Nacht unterwegs mit Freunden machen würdet, welche Songs würdet ihr draufpacken?

(eine gemeinschaftliche Antwort ...)

Little Dragon – „Runabout"
Empire of the Sun – „Walking on a Dream"
Miike Snow – „Cult Logic"
Gotye – „State of the Art"
Grouplove – „Tongue Tied"
M83 – „Midnight City"
Discovery – „Swing Tree"

Habt ihr irgendwelche Rituale für die Tour?

Nicholas: Eine Sache, die wir machen, ist ein Bier und Vitamine. Zum gesund bleiben im Nachtleben.

Gebt uns einen weisen Rat, wie man eine wilde Nacht übersteht ...

Kevin: Wichtig ist, nicht jeden Abend auszugehen. Spar es für einen wirklich großen Abend.

Sean: Viel Wasser trinken.

Eli: Locker bleiben und lächeln. Jeder sieht besser aus mit einem Lächeln. Und PUMAs anziehen.

Nicholas: Erkenne dich selbst. Hab so viel Spaß wie möglich, aber erinnere dich daran.

Gut gesagt. Erlebt den Wahnsinn von Walk the Moon und ihre bemalten Gesichter aus erster Hand auf ihren kommenden Tourdaten, und hört euch ihr Debut-Album an, das im Mai herauskommen soll (und auch hier noch mal vorbeischauen für tolle Preise ... nur als kleiner Hinweis).

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