Fernando Alonso evoSPEED Fragen und Antworten

  • Verfasst am:
Wri2_00003767-011

Fernando Alonso spricht mit uns über die bisherige Saison, über Monaco, Training und den evoSPEED Rennstiefel

F: Das nächste Rennen ist in Monaco auf einer Strecke, auf der du zuvor erfolgreich warst und zweimal, in den Jahren 2006 und 2007, gewonnen hast. Wie, denkst du, stehen deine Chancen in Monaco dieses Jahr?

A: Es ist dieses Jahr ganz besonders schwierig, vorherzusagen, wie das Rennen wohl ausgehen mag, vor allem dieses Rennen, das immer noch unvorhersehbarer ist als andere. In dieser Saison gab es bisher fünf verschiedene Sieger in fünf verschiedenen Wagen. Einen eindeutigen Favoriten gibt es also nicht. Wir müssen so wie beim letzten Rennen in Barcelona weitermachen. Wir müssen uns dessen bewusst sein, dass noch immer eine Lücke zwischen uns und den Besten besteht, und die Entwicklung des Wagens weiterhin vorantreiben. Wenn wir alles perfekt machen, dann können wir vielleicht ein gutes Ergebnis erzielen.

F: Nur sechs Fahrer haben jemals den Grand Prix von Monaco drei Mal gewonnen. Würde dich ein Sieg hier dieses Jahr zu einer Legende in diesem Sport machen?

A: Nein, ich denke nicht, dass ein Sieg etwas ändern würde. Den Grand Prix von Monaco zu gewinnen ist zwar toll, doch es ist nicht genug, um als Legende angesehen zu werden. Die sechs Fahrer, die jeweils drei Siege in dem Staat zu verzeichnen haben, sind auch ohne diese Statistik Legenden.

F: Viele Fahrer bezeichnen einen Sieg in Monaco als ihren größten Sieg überhaupt. Was macht einen solchen Sieg zu etwas so Besonderem?

A: In Monaco muss man vor allem vollkommen konzentriert sein, von Anfang bis Ende. Die geringste Ablenkung, ein Rutschen, das einen auf jeder anderen Strecke nur ein paar Zehntel kosten würde, reicht aus, dass man auf der Seite an der Absperrung landet und sich vom Rennen verabschieden kann. Bis ins Ziel zu kommen, ist schon eine Leistung. Für mich persönlich zählen meine Siege hier in den Jahren 2006 und 2007 nicht zu meinen größten, denn vor meinem Publikum daheim in Barcelona (2006) oder das Rennen in der Ferrari-Heimat in Monza (2010) zu gewinnen, ist einfach unglaublich, ein Gefühl, dass ich niemals vergessen werde.

F: Was hältst du von der bisherigen Saison?

A: Wir haben in den ersten fünf Rennen so viel wie möglich aus uns herausgeholt, so viel, dass niemand im ersten Viertel der Saison mehr Punkte zu verzeichnen hat als wir. Allerdings sind wir mit der Leistung unseres Autos nicht zufrieden. Wir haben am Anfang der Saison ganz klar mehr erwartet. Wir müssen uns verbessern und daran arbeiten wir momentan.

F: Auf welches Rennen freust du dich am meisten in dieser Saison?

A: Auf die beiden Rennen in Spanien – von denen eines gerade stattfand – und das in Monza. Bei diesen Events herrscht eine besondere Atmosphäre.

F: Geschwindigkeit spielt eine wichtige Rolle in deinem Beruf. Ist dein Leben außerhalb der F1 genauso tempogeladen oder magst du es lieber etwas langsamer?

A: Das kommt darauf an. Wenn ich mit einem Motorrad trainiere, dann fahre ich gerne schnell. Doch es gibt auch Momente im Leben, die man ohne Hektik genießen sollte, vor allem mit Menschen, die einem am Herzen liegen oder besten Freunden.

F: Wie verbringst du deine Freizeit zwischen Rennen?

A: Mit ganz normalen Dingen, wie jeder andere Mann in meinem Alter. Ich muss nicht unbedingt den Everest erklimmen oder Fallschirmspringen, um Spaß zu haben ...

F: Vielen Athleten, wie Usain Bolt, fällt es schwer, nach einem Wettkampf abzuschalten, weil das Adrenalin noch durch die Adern fließt. Geht es dir nach einem F1-Rennen genauso?

A: Zwei Stunden lang mit 200 km/h zu fahren, bringt das Adrenalin definitiv in Wallung. Es dauert ein wenig, bis ich einen Gang runterschalten kann, vor allem auch deshalb, weil wir nach der Zielflagge noch Arbeit haben, erst mit den Medien und dann mit den Ingenieuren in der Nachbesprechung. Am Sonntagabend kann man dann endlich entspannen, aber am nächsten Tag denkt man schon wieder über das nächste Rennen nach, denn die Saison ist recht lang – sie beginnt im Februar mit den Testfahrten und endet im November.

F: F1-Rennen erfordern ein hohes Fitness-Level. Wie trainierst du?

A: Das ist wahr, die moderne Formel 1 erfordert ein hohes Maß an körperlicher Fitness und dies hat auch Auswirkungen auf das Ergebnis. Ich habe immer versucht, diesen Bereich große Aufmerksamkeit zu widmen, schon vom Anfang meiner Karriere an, und ich profitiere stark von der Hilfe zweier großartiger Profis, nämlich Fabrizio Borra und Edoardo Bendinelli. Die Art der Vorbereitung ist sehr unterschiedlich, je nach dem, in welchem Abschnitt der Saison wir uns gerade befinden. Während der Winterpause machen wir vielleicht etwas mehr Krafttraining, aber während der Rennen geht es etwas mehr darum, seinen Level zu bewahren. Außerdem müssen wir beachten, dass einige Grand Prix-Rennen unter ungewöhnlichen Witterungsbedingungen stattfinden, wie z. B. in Malaysia, oder sie werden nach einem einzigartigen Zeitschema durchgeführt, wie in Singapur. In solchen Fällen gehe ich nach einem speziellen Programm vor, um mir meine Energie für das gesamte Wochenende einzuteilen.

F: Was ist besonderes am PUMA evoSPEED Mid Pro Rennstiefel, den du in Monaco tragen wirst und wie hilft er dir, wenn du deine Leistung bringen musst?

A: Der PUMA evoSPEED Mid Pro Rennstiefel wurde so entwickelt, dass er leicht ist und dass man in ihm ein einen guten Kontakt zu den Pedalen hat, wobei die in der F1 nötige Feuerfestigkeit beizubehalten war. Dem Gewicht kommt in der F1 außergewöhnliche Bedeutung zu und PUMA hat hervorragende Arbeit geleistet und diesen Schuh so leicht wie möglich gemacht. Er passt auch sehr gut und ist sehr flexibel, all das trägt dazu bei, dass ich die Pedale besser spüre, wodurch ich schneller fahren kann.

F: Der evoSPEED Mid Pro Rennstiefel ist der leichteste in der F1. Wie wichtig ist das?

A: Das ist das Wichtigste für ins in der F1. Wir versuchen, alles so leicht wie möglich zu machen, und das gilt auch für das, was wir tragen. Es kommt auf jedes Milligramm an, deshalb ist alles, was das Gesamtgewicht reduzieren und den Wagen leichter machen kann, wirklich wichtig. Den leichtesten Rennstiefel in der F1 zu tragen, verleiht mir Selbstvertrauen, wenn ich in meinen Wagen steige, und gibt mir das Gefühl, dass ich alles Mögliche getan habe, um schnell sein und hoffentlich gewinnen zu können.

F: Was für ein Gefühl ist es, mit Höchstgeschwindigkeit in einem F1-Wagen zu fahren?

A: Es ist ein unglaubliches Gefühl – Adrenalin, Spaß und Leidenschaft am Wettkampf. Aber ich fühle fast dasselbe, wie wenn ich mit den Freunden meiner Jugendzeit, mit denen ich mich in Oviedo getroffen habe, Gokartrenenn fahre. Ich bin immer gerne Rennen gefahren, gleichgültig auf welchem Niveau!
 

Motorsport