Singapur bei Nacht – Willkommen zum einzigen Nachtrennen der Formel 1

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Vor zwei Wochen verabschiedeten sich unsere von PUMA ausgestatteten Formel 1-Teams von der Europa-Saison mit einem großartigen Ergebnis beim Grand Prix von Monza. Doch nun ist es Zeit für ein besonderes Event mit einem ganz eigenen Charakter, den Grand Prix von Singapur, das einzige Nachtrennen der Formel 1.

Die größte Herausforderung für die Fahrer auf der Marina-Bay-Strecke ist die Umstellung auf diesen ungewöhnlichen Zeitplan, bei künstlichem Licht zu fahren und das warme und feuchte Klima. Deshalb richten sich die Fahrer auch nach der Ankunft in Singapur nach europäischer Zeit, wachen am frühen Nachmittag auf und gehen um etwa vier Uhr morgens schlafen. Im Gegensatz zu den anderen Rennen während der Saison, bei denen es die Norm ist, ein paar Tage früher anzukommen, um perfekt vorbereitet zu sein, ist es hier besser, so spät wie möglich anzukommen.
Obwohl die Kurven selbst keine allzu große Herausforderung darstellen, bietet die 5,067 Kilometer lange Rennstrecke doch die gleichen kniffligen Anforderungen wie jeder Stadtkurs. Doch es bleiben nur noch fünf Grand Prix und es gibt keine zweiten Chancen mehr.

Sebastian Vettel: „Das Nachtrennen macht Singapur zu einem unvergesslichen Event. Es ist wichtig, mit dem Zeitunterschied klarzukommen. Also versuche ich, bis mittags zu schlafen, damit mein Körper denkt, ich sei noch in Europa. Die Strecke hat 23 Kurven, deshalb ist es für den Fahrer extrem wichtig, einen guten Rhythmus zu finden, ohne die Barrieren zu berühren. Außerdem muss viel abgebremst werden und die Strecke hat viele Randsteine. Die Unebenheiten erfordern extreme Konzentration von Seiten des Fahrers. Ich denke, Singapur bietet eine großartige Show für die Formel-Eins-Fans. Die Autos sehen im Fernsehen wie in einem Computerspiel aus und die Landschaft ist beeindruckend.“

Marc Webber: „Ich mag Singapur. Es ist einzigartig, wenn wir bei Nacht fahren. Man bekommt den Eindruck, dass das Publikum fast überall richtig nah an der Strecke ist. Es hat mit Sicherheit etwas Gemütliches. Ich hoffe, das Ergebnis des Vorjahres zu verbessern, da der hohe Abtrieb der Strecke sich gut für unser Auto eignen sollte. Singapur weist einige Ähnlichkeiten zu Monaco und Budapest auf und wir waren auf beiden Strecken gut, also hoffe ich auf ein starkes Ergebnis. Bisher sind wir noch nicht auf einer nassen, beleuchteten Strecke gefahren, also wird es „interessant“, wenn das passiert.“

Fernando Alonso: „Ich denke, wir können in den verbleibenden Rennen recht schnell sein. Wir sind vielleicht nicht am schnellsten in langsamen Kurven oder sogar auf geraden Strecken, aber insgesamt haben wir auf allen Arten von Rennstrecken und unter allen möglichen Bedingungen einiges zu bieten. Hoffentlich hilft uns das bei den verbleibenden Rennen. Wenn wir von fünf Rennen fünfmal das Podium erreichen, dann sind wir wenigstens nahe dran, denn Konsistenz war bisher für keines der Top-Teams eine Stärke. Jeder hatte ein paar Ups und Downs. Wir müssen gute Rennen fahren, denn an diesem Punkt bedeutet ein DNF (= hat das Rennen nicht beendet) oder ein Ausfall wahrscheinlich, dass man sich von der Meisterschaft verabschieden kann. Wir müssen bei allen Rennen auf dem Podium landen. Dieses Rennen ist genauso wichtig, wie alle anderen verbleibenden Rennen. Obwohl Ferrari das letzte Rennen in Monza gewonnen hat, ist Singapur wichtig, um diesen Erfolg fortzuführen und damit das Team weiter motiviert bleibt.“

Felipe Massa: „Ich mag diese Strecke und hatte hier ein großartiges Qualifying im Jahr 2008, sechs Zehntel Vorsprung zum zweiten Platz. Also hoffe ich, dass ich hier dieses Jahr wieder sehr gut bin. Es ist wichtig, dass wir einiges Neues am Auto haben, hier auf einer Strecke, die der von Monaco ähnelt. Je mehr Abtrieb man entwickeln kann, desto besser. Mathematisch gesehen, kann ich die Meisterschaft noch gewinnen, auch wenn es schwierig ist, aber das beeinflusst nicht meine Einstellung zu den einzelnen Rennen. Mein Ziel ist immer dasselbe, nämlich zu gewinnen. Ich denke, dass derjenige letztendlich gewinnt, der in den verbleibenden Rennen am konsistentesten fährt. Denn wenn man sich die Punkte anschaut und die Tatsache berücksichtigt, dass die Charakteristika der Rennkurse scheinbar etwas damit zu tun haben, wer am schnellsten fährt, dann ist es wichtig, regelmäßig einen Platz an der Spitze zu belegen.“


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