Stoner dominiert beim Heimat-Rennen in Australien

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Casey Stoner scheint im australischen Grand Prix unschlagbar zu sein und dominiert das Rennen in seiner Heimat in der vierten Saison in Folge. Er lag während des gesamten Rennens in Führung und errang seinen dritten Sieg in den letzten vier Runden der MotoGP-Weltmeisterschaft. Das bedeutet, dass Stoner außer einer jede MotoGP-Runde hier im australischen GP seit 2007 angeführt hat.

Nicky Hayden startete aus Position sechs und lieferte einen spektakulären Kampf um einen Platz auf dem Podium. Er überholte drei Fahrer in der ersten Runde und wechselte dann in einem atemberaubenden Rennbeginn die Positionen mit Marco Simoncelli, Ben Spies und Valentino Rossi. Nachdem er Rossi überholt hatte, waren noch drei Runden zu fahren. Das erschien genug, um sich Platz drei zu ergattern, aber der Italiener startete einen späten Gegenangriff und erreichte die Ziellinie um gerade mal 0,038 Sekunden schneller als der Amerikaner.

CASEY STONER
„Es ist ein tolles Gefühl. Ich denke, als ich zweimal hintereinander gewonnen hatte, glaubte niemand, dass ich es auch ein drittes Mal schaffe würde. Aber ich merkte, dass heute viel von mir erwartet wurde. Um fair zu sein, wir wollten natürlich die letzten vier Rennen gewinnen – leider war ich in der ersten Runde in Sepang ausgerutscht, aber das haben wir dieses Wochenende wieder wettgemacht. Alles lief gut für uns, wir waren mit dem Motorrad seit dem ersten Training zufrieden und die Unterstützung durch die Fans ist einfach fantastisch. Ich muss zugeben, dass ich den Druck vor dem Rennen sehr gespürt habe, ich war nervöser als sonst. Vielleicht sollte ich öfters so sein, denn ich habe keine Fehler gemacht! Ich bin sehr zufrieden mit meinem Rennen, aber jedes einzelne Mitglied des Teams hat dieses Wochenende Tolles geleistet, ihnen gebührt so viel Dank. Ich hoffe, wir können das bis zum Ende dieser Saison aufrechterhalten.“

NICKY HAYDEN
„Es war ein guter, schwerer Kampf in der Sonne und ich bin sehr enttäuscht, dass ich verloren habe. Ich hätte gerne gewonnen, aber mit Valentino Rossi um eine Position zu kämpfen ist niemals leicht. Wir haben heute Morgen einige Veränderungen am Motorrad vorgenommen, aber beim Aufwärmen kam ich von der Strecke ab, und so hatten wir keine Möglichkeit, diese zu testen. Also musste ich mich in den ersten Runden erst noch an das Motorrad gewöhnen. Ich muss sagen, dass das Team fantastische Arbeit geleistet hat, denn als ich erst mal in Schwung kam, fühlte sich alles super an, und ich konnte die Lücke schließen. Ich will keine Ausreden finden oder quengeln und sagen „wenn ich dies oder das gemacht hätte, dann wäre alles anders gewesen“. Das Ergebnis ist klar, ich wurde Vierter und wurde geschlagen. Ich bin enttäuscht, denn ich liebe diese Rennstrecke und ich fühlte mich gut. Rossi in der letzten Runde zu schlagen, wäre toll für mich gewesen, aber ich kann es nicht ändern. Ich habe das Gefühl, das Team heute hängen gelassen zu haben, denn sie haben mir das richtige Motorrad gegeben, aber ich habe die Erwartungen nicht erfüllt.“

VITTORIANO GUARESCHI – TEAMMANAGER
„Casey war dieses Wochenende einfach unglaublich. Er war von Anfang an schnell im Training, holte die Pole-Position, erreichte eine unglaubliche Geschwindigkeit in der Aufwärmrunde und fuhr dann ein spannendes Rennen. Wir wissen nicht, wo heute wirklich seine Grenze lag, denn meines Erachtens hätte er, wenn er gewollt hätte, noch mit einem größeren Abstand siegen können. Nicky fuhr ebenfalls ein tolles Rennen – er war schnell, entschlossen und verpasste das Siegertreppchen nur um 0,038 Sekunden hinter Valentino. In Aragon hat er einen ähnlichen Kampf gewonnen, heute hat er verloren. Das Wichtigste ist aber, dass er mit dabei war und so gefahren ist, wie er es heute getan hat und um den Podiumsplatz kämpfen konnte. Unser Motorrad läuft jetzt sehr gut – ich würde sagen, dass wir es über die letzten fünf Rennen perfekt ausgerichtet haben, und jetzt haben wir noch zwei Rennen übrig, in denen wir gut abschneiden können.

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