Ein Tag am Meer mit Captain Dennis

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Mit Captain Dennis Abrahams aufs Meer hinaus zu fahren, ist ein Erlebnis, das niemand missen sollte. Er wurde in Treasure Beach, Jamaica, geboren und wuchs hier auch auf. Vor 27 Jahren begann er in diesen Gewässern zu fischen und heute sind seine Rundfahrten in diesen Gewässern sehr beliebt. Obwohl er auf diesem Boot, das er sich selbst gebaut hat, schon unendlich lange fährt, fasziniert es ihn noch immer. „Hier heraus zu kommen, ist das Highlight meines Lebens“, sagt er, „an jedem Tag sehen die Wolken, das Wasser, die Menschen hier anders aus. Es ist so gesund, in dieser Umgebung hier zu tun zu haben. Ich könnte mir keinen besseren Job vorstellen.“ In diesem Augenblick stoppt er die Maschine, um uns mit breitem Lächeln etwas zu zeigen. Überall um uns herum sind Delfine, ihre glatten Flossen gleiten majestätisch aus dem türkisfarbenen Wasser und wieder zurück. Dennis bietet mir an, sich mit meiner Kamera auf den Bug zu stellen und ein paar Fotos zu machen, weil er auf dem schwankenden Boot ganz offensichtlich einen besseren Halt hat. Und er macht eine brillante Aufnahme nach der anderen.

Und dann setzt er sich zu uns und erklärt mit der Geduld eines großartigen Lehrmeisters: „Von hier bis zum Black River hat die Küste eine Länge von 12 Meilen, es ist wunderschön hier und noch unverfälscht – aber die Gegend hier ist überfischt.“ Und Captain Dennis unternimmt auf eigene Faust etwas dagegen.

„Ich habe die Naturschutzbehörde gefragt, ob ich im Rahmen eines Austauschprogramms nach Belize gehen könne.“ Durch diese Organisation, in Partnerschaft mit Breds, Treasure Beachs unglaublicher gemeinnütziger Organisation, deren Leiter er ist, hat es Dennis geschafft. „Ich glaubte, dass man in Jamaika nie wieder fischen könnte, aber dann sah ich Belize und dachte mir, warum eigentlich nicht?“ Gleich nach seiner Rückkehr schlug er der jamaikanischen Regierung einen mehr als 2 Meilen langen, unberührten Strandabschnitt vor, und sie stimmte zu, diesen unter Naturschutz zu stellen. Dann wurde Dennis aufgefordert, sich selbst als Freiwilliger um dieses Gebiet zu kümmern. Mit Vergnügen nahm er diese Verpflichtung an.

„Wir unterrichten die Fischer, warum sie hier nicht fischen können, warum das Ankern oder das Anlassen eines Motors dieses Habitat zerstören könne. Wir können sie aber nicht außen vor lassen, wir müssen auch sie am Erfolg dieses Projekts teilhaben lassen“, sagt er. In diesen Gewässern können Fische ungestört wachsen und gedeihen, und natürlich verlassen sie später, wenn sie ausgewachsen sind, die Grenzen dieses Schutzgebietes. Nach nur einem Jahr gewinnt Treasure Beach allmählich das wieder zurück, was es verloren hatte. Die Schildkröten kommen zurück, die Vögel jagen nach Köderfischen und Dennis erzählt uns, dass er gerade mit einem Speerfischer gesprochen hat, der glücklich gewesen sei, einen Bonito-Fisch erlegt zu haben. Dennis nimmt wieder meine Kamera und macht perfekte Bilder der Bojen, auf denen zu lesen ist „Fischen verboten“ und dann sind wir am Black River, wo die Mangrovenbäume auf der Wasseroberfläche unglaubliche Spiegelungen erzeugen und hinterhältige Krokodile durchs Wasser schleichen.

Die berühmte Floyd's Pelican Bar, eine schmucke Holzhütte, ein Pfahlbau weit draußen auf einer Sandbank, ist die letzte Station für diesen Tag. Wir klettern hinein, machen es uns bequem und Dennis sagt: „Ich möchte, dass die junge Generation hier draußen das Gleiche fühlt wie ich und versteht, dass der Schutz der Umwelt genau sowichtig ist wie der Schutz unserer Gemeinschaft.“

Mögt Ihr Jamaika? Besucht den 100m-Laden und holt euch den Jerk-Reggae-Patois-Sonnenschein. (Sonnencreme empfohlen.)